Westernpads – Die Satteldecken der Cowboys
Ein Westernpad ist eine Polster für Reiter, das zwischen den Sattel und das Pferd gelegt wird. Das Westernpad kommt vor allem im Westernreiten zum Einsatz. Es besteht oft aus einer sehr dicken Schicht aus Filz und das Polster wird dann meist genutzt um den Schweiß vom Sattel abzuhalten und den Sattel besser an den Pferderücken anpassen zu können.
Westernpads bedecken oft den größeren Teil des Rückens und sind eine deutlich stärkere Polsterung als die normalen Satteldecken die in anderen Reisttilen verwendet werden. Ein Westernpad ist daher eigentlich ein typisches Utensil für einen Westernreiter.
Als Westernreiter sollten sie sich ein hochwertiges Westernpad gönnen und auf Qualittät achten. Meist werden Westernpads auch aus Lammfell angeboten. Es gibt ein Westernpad üblicherweise in verschiedenen Farben oder einfarbig und von folgenden Marken: Professional Choice Westernpads, Mattes Westernpads, Filz Westernpads, Show- Westernpads.
Das Westernreiten unterscheidet sich vom Englischen Reiten nicht nur durch den typischen, den Arbeitstechniken der Cowboys nachempfundenen, Reitstil, sondern hebt sich auch durch zahlreiche Ausstattungselemente ab.
Im Gegensatz zum normalen Sattel wurde ein Westernsattel ursprünglich für die ausdauernde Arbeit des Cowboys zu Pferd konzipiert: Tagelanges Reiten bedurfte eines für Mensch und Tier bequemen Sattels mit breiter Sitzfläche, die die gleichmäßige Gewichtsverteilung über eine größere Fläche gewährleisten und gleichzeitig dem Cowboy ausreichenden Komfort bieten sollte.
Traditionelle Westernsättel, gefertigt aus Holz und Leder, waren aufgrund ihrer größeren Ausmaße oft verhältnismäßig schwer, weshalb es einer wesentlich dickeren Satteldecke bedurfte, als dies bei einem Dressur- oder Vielseitigkeitssattel angezeigt ist.
So entwickelte sich das Westernpad, welches eine stabile Polsterung zwischen Sattel und Pferderücken gewährleistet. An stark beanspruchten Stellen mit Lederstreifen verstärkt, verhindert es ein Wundscheuern des Pferdes, gleicht Passungenauigkeiten des Sattels aus und schützt das Sattelleder vor dem Pferdeschweiß.
Auch heute noch, da moderne Westernsättel durchweg leichter daherkommen als ihre Vorfahren, und die meisten Westernreiter eher Stunden als Tage im Sattel verbringen, schätzt man Komfort, Robustheit und den Style von Westernpads. Die verwendeten Materialien haben sich im Laufe der Zeit verändert, sind raffinierter geworden und folgen modernen Erkenntnissen über Atmungsaktivität und Schweißabsorption.
Nicht verändert hat sich die Faszination für eine spezielle Kultur des Reitens, die, ursprünglich von den Conquistadores in die Neue Welt gebracht, in Amerika zur vollen Blüte gelangt ist.
Westernpads – Grundlegende Varianten
Auf dem Markt gibt es drei unterschiedliche Varianten von Westernpads. Diese sollten Sie sich vergegenwärtigen, bevor Sie eine endgültige Entscheidung treffen.
- Klassisches Westernpad: Für welche Ausführung Sie sich auch entscheiden: Das klassische Westernpad ist prinzipiell eine besonders dicke Satteldecke, die als alleinige Sattelunterlage ausreichend und in der Lage ist, eine ideale »Brücke« zwischen Westernsattel und Pferd zu bilden.
- Blanket: Ein Blanket ist eine meist ungepolsterte Pferdedecke, die eher als zusätzliche Unterlage, denn als alleiniges Westernpad zu empfehlen ist. Eine Sonderform stellen die Showblankets dar, die ausschließlich schmückenden Zwecken auf Westernturnieren dienen und in vielen Mustern, aber auch unifarben erhältlich sind.
- Bareback-Pad: Ein Bareback-Pad dient dem Reiten ohne Sattel, ohne dabei auf ein Sitzpolster verzichten zu müssen.
Unsere Empfehlung: Große Auswahl an Westernpads bei Reitshop24.de
Westernpads – Unterschiede
Wie in allen Bereichen, so ist es auch bei Westernpads unbedingt anzuraten, auf die Qualität zu achten. Je besser Material und Verarbeitung, umso perfekter passt sich das Pad an den Pferderücken an und sorgt für eine optimale Verbindung zwischen Sattel und Pferd.
Westernpads gibt es in verschiedenen Materialien, Ausführungen und Designs:
- Filz: Neben den reinen Filzblankets, die eher als zusätzliche Unterlage für spezielle Westernpads dienen, gibt es Ausführungen, die aus einer Filz-Neopren-Kombination bestehen, wie beispielsweise dieses Trainingspad: http://www.westernreitshop-behrens.de/start.php?westernpads_3.php. Insgesamt 2,5 cm dick, etwa 80x80 cm groß, besitzt es hervorragende Dämpfungseigenschaften und ist leicht zu reinigen. Zahlreiche Belüftungsöffnungen sorgen dafür, dass ein Wärmestau nicht entstehen kann. Ein Druck auf das Rückgrat des Pferdes wird zuverlässig vermieden.
- Lammfell: Ein sehr edles Material für Westernpads ist Lammfell, das für eine hervorragende Anpassung des Sattels an den Pferdekörper sorgt. Lammfellpads gibt es in verschiedenen Dicken und Ausführungen. Das Modell, das wir Ihnen hier vorstellen wollen, ist besonders hochwertig: http://www.lammfelle-shop.de/Western-Pads-61/Westernpad-30mm-Wollhoehe-6136.aspx . Die untere Seite besteht komplett aus Lammfell, die Oberseite aus Satteldeckenstoff. Mehrere integrierte Taschen dienen dem optionalen Einschieben von Kunststoffschaumeinlagen zum Zwecke des zusätzlichen Aufpolsterns. Lammfellpads wie diese sind in der Maschine waschbar. Es empfiehlt sich, hierfür ein spezielles Lammfellwaschmittel zu verwenden.
- Baumwolle: Aus diesem Material werden unter anderem Sonderformen des Westernpads gefertigt, wie das Bareback-Pad, das Sie hier finden können: http://www.us-tack.de/bareback-pad-mit-steigbuegeln-p-348.html. Das gepolsterte Sitzkissen mit integrierten Steigbügeln ermöglicht das Reiten ohne Sattel, ohne dabei auf die Vorteile von Steigbügeln verzichten zu müssen. Ein Nylon-Bauchgurt sorgt für den richtigen Halt. Bitte beachten: Die Verwendung eines Bareback-Pads ist nur für sehr geübte Reiter zu empfehlen, da es keinen mit einem richtigen Sattel vergleichbaren Halt zu bieten vermag. Baumwoll-Bareback-Pads gibt es auch im Navajo-Style, in den Farben braun, rot oder navy.
- Neopren: Nahezu hightechartig nimmt sich dieses Soft-Neopren-Westernpad aus: http://www.us-tack.de/eco-neopren-westernpad-p-424.html . Das sehr weiche, aus 100% Neopren bestehende Material wirkt hochgradig druckabsorbierend und ist leicht abwaschbar. Aussparungen im Wirbelsäulenbereich wirken wärmeausgleichend, sorgen für eine gute Passform und sind besonders rückenschonend für das Pferd. Am besten wird es gemeinsam mit einem zusätzlichen Blanket verwendet.
- Synthetikfell und -leder mit Baumwolle: Ein Beispiel für diese Ausführung eines Westernpads ist das Navajo-Westernpad: http://www.loesdau.de/websale7/Navajo-Westernpad.htm?shopid=loesdau&act=product&prod_number=5569&cat_index=07-westernpads . Im Stil an die Muster der amerikanischen Ureinwohner angelehnt, verbindet es die Vorteile einer modernen Materialkomposition mit echtem Westernfeeling. Der Kunstlederbesatz vermeidet zuverlässig ein Durchscheuern in Höhe des Sattelgurtes sowie des Widerrists. Die Unterseite besteht aus synthetischem Fell (100% Polyester).
- Weitere Materialmischungen: Die Auswahl an Westernpads aus verschiedenen Materialien und deren Kombinationen ist nahezu unendlich. Mögliche Varianten sind beispielsweise: Filz mit Leder, Filz mit Kautschuk, Beimischungen von Fiberglas, PK-Schaum, Baumwoll-Molton, gewebte Wolle, Echtleder, Veloursleder und viele andere.
Westernpads: Welches ist das richtige?
Jedes Westernpad hat seine produktspezifischen Vor- und Nachteile. Diese gegeneinander abzuwägen und mit Ihren und den Bedürfnissen Ihres Pferdes abzugleichen, das ist die eigentliche Herausforderung beim Kauf.
- Lammfellpads ermöglichen eine hervorragende Anpassung des Sattels, werden aber gerade im Sommer sehr warm.
- Bareback-Pads bieten dem Reiter die Möglichkeit des »puren« Reitens, in engem Kontakt mit dem Pferd. Nachteil ist die erhöhte Unfallgefahr, die nur ein erfahrener Reiter richtig einschätzen kann.
- Soft-Gel- oder Neopren-Pads bieten hervorragenden Komfort, lassen oft aber das richtige Westernfeeling vermissen.
- Manche aus Kunststoffen gefertigte Pads haben hervorragende Dämpfungseigenschaften, führen aber zu einem Wärmestau und bedürfen deshalb eines zusätzlichen Blankets zum Zwecke der Schweißabsorption, was einen zusätzlichen Arbeitsschritt beim Satteln verursacht.
Wägen Sie vor dem Kauf ab, auf welche Vorteile Sie besonderen Wert legen möchten, bzw. welche Nachteile für Sie akzeptabel sind, um die Qual der Wahl schon im Vorfeld etwas einzuschränken.
Westernpads: Designelemente
Westernpads sind in sehr unterschiedlichen Styles erhältlich. Reine Trainingspads kommen oft in eher sachlicher Aufmachung daher, während Turnierpads mehr Wert auf schmückende Elemente legen: Bunte Muster, Fransen, Lederbesätze (auch punziert, das heißt: mit eingeprägten Mustern, oder mit einfachen oder ziselierten Conchos).
Worauf Sie beim Kauf eines Westernpads achten sollten
Lassen Sie sich bei der Wahl des Modells bitte nicht ausschließlich von ästhetischen Gesichtspunkten leiten. Das schönste Muster wird bedeutungslos, wenn die Satteldecke zu klein oder zu dünn ist, zu wenig atmungsaktiv oder leicht verschleißbar. Achten Sie auf folgende Punkte:
- Passt die Größe des gewählten Modells zu ihrem Pferd bzw. dem Sattel?
- Gerade bei Westernsätteln sollte die Satteldecke nicht zu dünn gewählt werden. Achten Sie auf eine komfortable Polsterung, um Druckstellen zu vermeiden.
- Hat Ihr Pferd bestimmte körperliche Besonderheiten, denen das Pad Rechnung tragen muss? Im Zweifelsfall sollten Sie ein Modell mit integrierten Taschen wählen, in die Sie zusätzliche Schaumstoffeinlagen einschieben können, um eventuelle »Hohlräume« auszufüllen.
- Verfügt das Westernpad über Lederverstärkungen, die auf Höhe des Sattelgurts einen frühzeitigen Verschleiß verhindern?
- Sorgen entsprechende Öffnungen bzw. die Verwendung von schweißabsorbierendem Material für einen ausreichenden Wärmeausgleich?
- Besitzen Pad und Sattel eine angemessene ergonomische Ausformung, die den Druck vom Rückgrat des Pferdes nimmt?
- Denken Sie auch unbedingt an Ihren eigenen Komfort. Gerade, wenn Sie häufig und intensiv reiten, werden Sie es zu schätzen wissen, wenn das Pad als zuverlässiger Stoßdämpfer fungiert.
- Wenn Sie preisbewusst einkaufen möchten: Es ist sinnvoller, am Design zu sparen, als bezüglich der Funktionalität Ihres Westernpads Kompromisse einzugehen.
Fazit
Die Faszination, die das Pferd auf den Menschen ausstrahlt, ist auch an der Schwelle zum Dritten Jahrtausend ungebrochen. Die urtümliche Kraft dieser wundervollen Tiere berührt einen Bereich der menschlichen Seele, welcher dem reinen Verstand nicht zugänglich ist. Gerade das Westernreiten trägt der archaischen Beziehung Rechnung, die im Laufe der Jahrtausende zwischen Pferd und Mensch entstanden ist.
Das Pferd ist einer unserer ältesten Freunde, denn ohne es wäre die Entwicklung der Zivilisation, wie wir sie heute kennen, nicht möglich gewesen. Es wie einen Partner zu behandeln, für sein Wohlbefinden zu sorgen, das sollte für jeden Reiter eine Selbstverständlichkeit sein.
Die liebevolle, sorgfältige Auswahl eines so zentralen Gegenstandes wie des Westernpads gehört unabdingbar dazu. Es erhöht gerade für Ihr Pferd den Reitkomfort beträchtlich, und es wird Ihnen für Ihre Achtsamkeit mit ungezählten unvergesslichen Stunden danken.
Unsere Empfehlung: Große Auswahl an Westernpads bei Reitshop24.de